Startschuss für „Hugo-Junkers-Preis 2019“ /
In diesem Jahr erstmals mit Sonderpreis Mobilität und Logistik


Staatssekretär Ude: „Innovationsfähigkeit entscheidet maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes“

Magdeburg, 23. Mai 2019

Bewerbungen bis 1. Oktober / 80.000 Euro Preisgeld / 4 Kategorien

Im Rahmen des 11. VDI-Forums „Wirtschaft – Wissenschaft“ in Schönebeck erfolgte am heutigen Donnerstag der Start der offiziellen Bewerbungsphase für den diesjährigen „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt“ durch Staatssekretär Dr. Jürgen Ude.

Mit dem Schwerpunkt „Automatisiertes Fahren & E-Mobilität – Lösungen der Mobilität von morgen und ihr Einfluss auf die Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie“ reflektierte das Programm des VDI-Forums ein bedeutendes Zukunftsthema, das bereits aktuell unmittelbare Auswirkungen auf Automobilunternehmen und die Zulieferindustrie erkennen lässt.

„Sachsen-Anhalt ist gerade im Bereich Mobilität und Logistik gut aufgestellt. Für diesen Zukunftsmarkt gibt es im Land besondere Kompetenzen und Leistungen in Wirtschaft und Wissenschaft. Mit der erstmaligen Auslobung der Sonderkategorie ‚Mobilität und Logistik‘ beim diesjährigen Hugo-Junkers-Preis wollen wirInnovatoren, Querdenker und Tüftler aus diesem Bereich entdecken und deren herausragenden Leistungen sichtbar machen“, so Staatssekretär Ude. 

Bis zum 1. Oktober haben Unternehmen und Institutionen Gelegenheit, sich in den verschiedenen Kategorien mit ihren Innovationen „made in Sachsen-Anhalt“ zu bewerben. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr: 

  • Innovativste Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle,

  • Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung,

  • Innovativste Projekte der angewandten Forschung,

  • SONDERPREIS: Innovativste Projekte aus den Bereichen Mobilität und Logistik

Der Hugo-Junkers-Preis 2019 ist mit insgesamt 80.000 Euro Sachsen-Anhalts höchst dotierter Innovationspreis. Die drei Gewinner jeder Kategorie erhalten 20.000 Euro – 10.000 Euro gibt es für den 1. Platz, 7.000 Euro für den 2. Platz und 3.000 Euro für Platz 3. Die Preise werden am 4. Dezember 2019 verliehen. Weitere Informationen zur Bewerbung sowie zum Preis, der seit 1991 vergeben wird, gibt es unter www.hugo-junkers-preis.de.

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie HIER.

Innovationen und kluge Köpfe werden geehrt: Die 20 Finalisten stehen fest – Willingmann verleiht Hugo-Junkers-Preis 2018 in Magdeburg

Magdeburg, 29. November 2018

Minister zeichnet Kreativität und Zukunftsfähigkeit heimischer Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen aus. 

82 zukunftsweisende Projekte und Produkte aus dem gesamten Land wurden beim „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt 2018“ eingereicht. Die Jury hat getagt; 20 Bewerbungen haben es nun in die finale Runde geschafft. "Überzeugende Ideen, engagierte Innovationen und Umsetzungen kennzeichnen diesen Wettbewerb. Bemerkenswert ist vor allem die große Bandbreite an innovativen Ideen aus zahlreichen Technologiefeldern", fasst die Juryvorsitzende Prof. Dr. Sylvia Rohr, (Geschäftsführerin Stuttgarter Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering GSaME), zusammen.

 "Wir wollen diesen Preis, weil wir für unser junges Unternehmen ganz viel Öffentlichkeit brauchen", begründet Dr. Dominik Lausch, Geschäftsführer des Hallenser Startup DENKweit, die Bewerbung seines Unternehmens. 12 der Finalisten werden am 12. Dezember im Veranstaltungszentrum „halber 85“ in Magdeburg ausgezeichnet. Erst dann wird bekannt gegeben, wer die jeweils ersten drei Plätze in den vier Kategorien belegt. In kurzen Präsentationen werden sich die 20 Finalisten ab 16 Uhr im Rahmen einer Begleitausstellung vorstellen.

Im Anschluss wird Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt, die besten Leistungen aus Wirtschaft und Wissenschaft 2018 auszeichnen: „Wenn es um Innovationen ‚Made in Sachsen-Anhalt‘ geht, ist der Hugo-Junkers-Preis die erste Adresse. Ich freue mich darauf, kluge Köpfe und innovative Ideen aus Sachsen-Anhalt zu würdigen. Wer hier nicht dabei ist, der hat wirklich etwas verpasst.“ 

MedienvertreterInnen sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen! 
Wo: halber 85, Halberstädter Straße 85, 39112 Magdeburg  Wann: Mittwoch, 12. Dezember 2018
16:00 Uhr   Finalisten-Präsentation mit dem Schirmherren, Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft  und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt
16:45 Uhr   Beginn der Preisverleihung Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an der Preisverleihung teilnehmen werden.
Anmeldungen bitte an: frauke.flenker-manthey@img-sachsen-anhalt.de

Gern stellen wir Kontakt zu den Finalisten her, wenn Sie im Vorfeld der Preisverleihung über die bemerkenswerten Ideen aus Ihrer Region berichten möchten. Bleiben Sie gespannt und seien Sie uns herzlich willkommen! 

Hintergrund: Seit nunmehr 27 Jahren lobt das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung den Innovationspreis aus. Mit dem „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt“ soll die Leistung innovativer Unternehmer/innen und Wissenschaftler/innen ausgezeichnet sowie ihre Arbeit unterstützt werden. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 80.000 EUR dotiert.

Gesucht wurden junge Unternehmen, die mit ihren Visionen, ihrem kreativen Denken sowie mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und Strategien neue Produkte und Dienstleistungen für neue Märkte schaffen oder bestehende Märkte verändern. Bei den Bewerbungsgegenständen sollte es sich um marktreife Innovationen handeln. Die diesjährigen Sonderpreise werden in der Kategorie „Innovativste Projekte der Ernährungswirtschaft“ vergeben.

Die Jury: 

  • Vorsitzende Prof. Dr. Sylvia Rohr, Geschäftsführerin der Stuttgarter Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering GSaME; 
  • Prof. Dr. Mirko Peglow, Technischer Geschäftsführer der Pergande Gruppe; 
  • Prof. Dr. Jörg Hinrich Hacker,Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina; 
  • Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS;
  • Prof. Dr. Ingo Schellenberg, Geschäftsführender Direktor des „Center of Life Sciences“ der Hochschule Anhalt;
  • Prof. Dr.-Ing. Harald Goldau, Prorektor für Forschung, Entwicklung und Transfer an der Hochschule Magdeburg-Stendal;
  • Prof. Dr. Gabriele Stangl, Institut für Ernährungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg;
  • Dr. Jan Alberti, Vorstand der bmp Ventures AG; 
  • Dr. Franziska Krüger, Referatsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung.

Zu den Partnern des Preises gehören unter anderem die Handwerkskammern Magdeburg und Halle, die Industrie- und Handelskammern Magdeburg und Halle-Dessau sowie die Metropolregion Mitteldeutschland. 

Die 20 Finalisten des „Hugo-Junkers-Preises für Forschung undInnovation aus Sachsen-Anhalt 2018“ in der Reihenfolge der Präsentation im Rahmen der Jurysitzung vom 14.11.2018:

/// Kategorie „Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung“

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Pharmazie, Prof. Dr. Andreas Hilgeroth
Innovationstitel: Antibakterielle Moleküle mit neuem Wirkprinzip gegen multiresistente Keime: Die Wissenschaftler erforschen synthetisch herstellbare Moleküle, die ein zentrales Enzym des bakteriellen (Energie)Stoffwechsels adressieren und dadurch eine antibakterielle Wirkung erzielen. Das ist relevant, da Antibiotikaresistenzen zunehmen und die Pharmaindustrie die Erforschung von Antibiotika-Alternativen weitgehend eingestellt hat. Anders als naturstoffliche Alternativen können die Moleküle günstig synthetisiert und in großen Mengen  produziert werden.

Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), Magdeburg, Dr. Birgit Michels
Innovationstitel: Ferulasäure-Eicosylester (FAE-20) zur Erhaltung der Gedächtnisleistung im Alter: Die Substanz FAE-20 aus Rosenwurz erhöht die Gedächtnisleistung im Alter um ein Drittel und beugt so Demenz vor bzw. macht sie behandelbar. Bei Fliegenlarven konnte diese Wirkung bereits nachgewiesen werden. Ziel ist die Entwicklung eines Medikamentes, gegen den Verlust der Merkfähigkeit, das gleichzeitig die Verbindung von Nervenzellen wiederherstellen kann. Bisherige Methoden setzen auf Bewegung und Pflanzenextrakte, bei denen die Dosierung schwierig bzw. Wechselwirkungen mit anderen Inhaltsstoffen nicht ausgeschlossen werden können.

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Sven-Erik Behrens, Dr. Torsten Gursinsky
Innovationstitel: Neues Verfahren zur Protektion / ‚Impfung‘ von Pflanzen gegen Pathogene: Verfahren, mit dem esiRNA (effective small interfering RNA) in Pflanzen eingebracht wird, um eine effektive Immunantwort gegen Pathogene wie Viren, Pilze und Würmer zu stimulieren. Dadurch kann der Einsatz von genetisch veränderten Pflanzen und Pestiziden verringert werden. Während die Wirkungsweise von RNA bereits bekannt ist und z.T. eingesetzt wird, ist diese Methode die erste, die die tatsächlich wirksamen Enzyme (daher die Abkürzung e) identifizieren, isolieren und einsetzen kann.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Dipl.-Ing. Markus Wilke
Innovationstitel: X-ELMA – Röntgenfluoreszenz-Elementanalyse für Lichtmikroskopische Anwendungen: Zusatz für konventionelle Lichtmikroskope, der nicht nur die Mikrostruktur, sondern auch die chemische Beschaffenheit eines Objekts bestimmbar macht. Die Anlage ist kompakt (Kristall entspricht der Größe eines 10-Cent-Stücks), auf prinzipiell alle technisch relevanten Elemente in weitem Ordnungszahlenbereich anwendbar (auch auf nicht-vakuumstabile, feuchte und ölige) und bei gleichbleibender Temperatur strahlungsfrei.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Team INKA – Intelligente Katheter, M.Sc. Rainer Landes
Innovationstitel: Neue Methode zur individualisierten Bestimmung des Bestrahlungszeitpunktes für die Photodynamische Therapie: Neu entwickeltes Verfahren, bei dem auch bisher schwer behandelbare tiefliegende Tumore durch die Verwendung optischer Fasern gemessen und photodynamisch bestrahlt können. Das dabei verwendete Filterfluorometer erlaubt zudem das Finden des idealen Zeitraums für die Therapie.

/// Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ 

Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie,Dr. Mirko Buchholz, Prof. Dr. Hans-Ulrich Demuth
Innovationstitel: Entwicklung eines hochspezifischen Antibiotikums zur Behandlung von Parodontitis: Lokal wirkendes Antibiotikum gegen die Volkskrankheit Parodontitis, die ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Schlaganfall oder Demenz nach sich zieht. Dabei werden die Enzyme gehemmt, mittels derer die Mikroben das Eiweiß des Wirtes abbauen. Es werden nur die Bakterien bekämpft, die dieses Enzym produzieren; alle anderen erhalten dadurch einen Wettbewerbsvorteil und der Biofilm bzw. die Darmflora des Patienten wird gesund erhalten. Das vorgeschlagene Antibiotikum stellt einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit in alternden, sitzenden Gesellschaften mit hohem Zuckerkonsum und der Gefahr von Antibiotika-Resistenzen dar.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Intelligente Katheter (INKA), Master Ali Pashazadeh
Innovationstitel: RADPrint – RADionuclide PRINTing (3D-Druck von Patches für individuelle Strahlentherapie): Für äußerliche Tumore bei weißem Hautkrebs, bei denen herkömmliche Strahlentherapien nicht möglich sind oder deren Entfernung massive ästhetische Beeinträchtigungen zur Folge hätten, werden mit radioaktiven Partikeln beschichtete, individuell dosierte und durch 3D-Druck an die Form des Tumors angepasst Pflaster verwendet. Dadurch werden individualisierte Therapien unterstützt, Nebenwirkungen und Aufwand für den Patienten minimiert und Schäden an gesunden Geweben vermieden. Die Innovation leistet einen Beitrag zur zukunftsfähigen personalisierten Medizin. 

Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS),
Dr. Christian Thieme

Innovationstitel: Neuartige Glaskeramik mit niedriger Wärmedehnung: Negativ dehnende Silicate zum Einsatz in neuartigen Glaskeramiken mit niedriger Wärmeausdehnung für günstigere Herstellungsprozesse und neue Anwendungsfelder in Hightech-Produkten und im Massenmarkt (z.B. für Cerankochfelder).

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Karsten Mäder; Innovationstitel: Lipidnanopartikel: Neue Adjuvantien mit hoher Stabilität, Effektivität und Verträglichkeit: Adjuvans (Wirkverstärker für Impfstoffe) auf Nanopartikelbasis, das anders als bisherige Produkte sehr verträglich ist, eine hohe Wirksamkeit erzielt und als trockenes Pulver für einige Monate bei Raumtemperatur (25°C) gelagert werden kann. Das ist von besonderer Relevanz für Anwendungen, in denen zur Impfung von Tieren oder Menschen kein flüssiges Adjuvans genutzt werden kann. Aufgrund der einfachen Lagerung sind die Wirkverstärker besonders interessant für die Landwirtschaft und den Einsatz in Entwicklungsländern.

Hochschule Magdeburg-Stendal, Dr.Ing. Ronny Stolze, Tobias Tute, Arvid Goldau;
Innovationstitel: Kombi-Fin-Technologie: Neuartige Hochleistungs-Präzisionstechnologie, die durch Integration in CNC-Fräsmaschinen die präzise Bearbeitung eines breiteren Spektrums von Bauteilen zulässt und manuelle Nachbearbeitung überflüssig macht.

/// Kategorie „Innovativste Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle“ 

DBF Deutsche Basalt Faser GmbH, Sangerhausen,
Innovationstitel: Alkalisch resistente Basaltfaser für Bauanwendungen: Basaltfaser (aus geschmolzenem Basalt) zum Einsatz als Bewehrung in Betonstrukturen. Die Faser verursacht einen geringeren CO2-Ausstoß in der Herstellung als andere Bausubstanzen und weist eine geringe Alkaliresistenz auf. Eine Einsatzmenge von 5kg/m³ ersetzt im Beton die Menge von 30kg/m³ bei Stahlfasern. Nach Zerkleinerung kann die Faser als normaler Bauschutt entsorgt werden. Sie liefert somit einen Beitrag zu umweltfreundlicher Bauweise.

Embever GmbH, Magdeburg;
Innovationstitel: Embever Core Middleware - Cloud-basierte Middleware, die Entwicklern die Möglichkeit bietet, batteriebetriebene „Internet of Things“-Geräte energieeffizient und einfach mit ihren Webanwendungen zu verbinden und darüber zu steuern. Embever stellt Firmware- und Hardwarekomponenten für die Geräte bereit, damit diese mit der Embever Core Middleware kommunizieren können. Die dazugehörige Firmware versetzt Geräte in einen Deep-Sleep-Modus, in dem sie sich ohne Datenverlust nur von Zeit zu Zeit mit der Middleware synchronisieren. Dadurch werden eine extrem hohe Energieeffizienz erreicht und Kosten gespart. Aufgrund der Vernetzung der Geräte über Mobilfunk bzw. NB-IoT-Technologie (bzw. Datenübertragung über UDP) sind die Geräte zudem unabhängig von WLAN und Kabelinfrastruktur (und z.B. frei beweglich). Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit eines Netzwerkes von Installationstechnikern.

Vesputi GmbH, Magdeburg; 
Innovationstitel: Vesputi – die detaillierteste Mobilitätskarte: App für Multimodalität: Schwerpunkt ist nicht die Verbindung per se (wie in den meisten anderen Apps), sondern die präzise Darstellung der Wege beim Umsteigen. Angezeigt werden z.B. die exakte Position der Haltestellen, Ticketautomaten und auch ankommende Fahrzeuge in Echtzeit. Die App läuft bereits in Kooperation mit den städtischen Verkehrsbetrieben in Halle.  

Soex Recycling Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen;
Innovationstitel: Erste typenunabhängige Schuhrecyclinganlage der Welt: Die weltweit erste Schuhrecycling-Anlage, in der die Altschuhe in ihre Materialien zerlegt und diese zu Pulver oder Granulat zerkleinert und weiterverarbeitet werden. Dadurch entstehen "closed loops" und die Abfallproduktion in Deutschland verringert sich. Das fördert Nachhaltigkeit in allen 3 Dimensionen – ökologisch, ökonomisch und durch die Schaffung von Arbeitsplätzen auch sozial. Das Verfahren ist seit 6. Juni 2018 am Markt.

/// Sonderpreis: Innovativste Projekte der Ernährungswirtschaft:

Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Projekt Hülsenreich, Emilie Wegner;
Innovationstitel: Hülsenreich: Snacks (Tortilla Chips und Dips) aus Hülsenfrüchten, die aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes als gesundheitlich sehr wertvoll eingestuft und in Bioqualität regional in Sachsen-Anhalt produziert werden können. Bisher gelten Hülsenfrüchte als "unattraktiv", durch Verwendung als Basis zubereitungsarmer, "moderner" Snacks können sie trotzdem stärker in die alltägliche Ernährung eingebunden werden und so einen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung sowie zur ökologischen Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt leisten. Die Markteinführung ist geplant im Frühjahr 2019 in Biomärkten, über eine eigene Homepage und im Lebensmitteleinzelhandel.

Knufmann GmbH, Klötze, Kirstin Knufmann;
Innovationstitel: Bobei – Backen ohne Butter und Ei: Mehl aus der Mikroalge Goldene Chlorella, das als Ei- und Butterersatz beim Backen, für Eis etc. verwendet werden kann. Algen werden mittels Mikrofermentation durch das Unternehmen selbst gezüchtet, wachsen sehr schnell nach und sind nährstoffreich. Durch Zugabe des Mehls können nicht nur vegane Backergebnisse erzeugt, sondern "nicht-vegane" auch nährstofftechnisch und gleichzeitig geschmacksneutral aufgewertet werden. Das Produkt ist auf dem Markt seit 2016 und wurde bereits mit dem „Vegan Innovation Award“ ausgezeichnet.

Malzit Steffi Tomljanovic;
Innovationstitel: Malzit – Brotaufstrich aus Malz: Überschüssige Maische aus Brauereien wird als Grundstoff für zuckerarme (und alkoholfreie) Brotaufstriche in verschiedenen Geschmacksrichtungen verwendet, die auch ungekühlt haltbar sind. Durch die Nutzung sowieso anfallender Maische weist das Produkt eine gute Ökobilanz auf und kann als Schritt zur Kreislaufwirtschaft betrachtet werden.

Se ma Gesellschaft für Innovationen mbH, Karin Rauch; Innovationstitel: Depotfolie zur Wachstumsregulierung von Kartoffeln in der großtechnischen Lagerung – TUBERSERV: Folien, die mit dem Wachstumsregulator CIPC beschichtet sind und Kartoffeln sowie anderes Gemüse länger haltbar machen. Bisher werden die Nahrungsmittel alle 4-6 Wochen mit dem gleichen Stoff vernebelt, der jedoch als krebserregend eingestuft ist und nur bis zu einem bestimmten Grenzwert mit den Nahrungsmitteln in Berührung kommen darf. Die Folien senken die Belastung mit diesem Stoff (95%-ige Unterschreitung des Grenzwertes), da sie nicht in direkten Kontakt dazu gelangen. Gleichzeitig gewährleisten sie eine ebenso lange Lagerung, sind kostengünstiger und weniger aufwändig als bisherige Verfahren.

83 Wettbewerbsbeiträge für den Hugo-Junkers-Preis 2018

Magdeburg, 8. Oktober 2018

13 Bewerbungen um den diesjährigen Sonderpreis für die innovativsten Projekte der Ernährungswirtschaft

Den Startschuss für die diesjährige Runde des etablierten Preises hatte Staatssekretär Dr. Jürgen Ude beim Biotechnologie-Unternehmen Nh Dyeagnostics, das vor zwei Jahren zu den Preisträgern gehörte, gegeben. Dort rief er Wissenschaftler, Unternehmer und Gründer dazu auf, sich mit ihren Forschungsprojekten, Produkten und Dienstleistungen zu bewerben: 

83 Projektgruppen – Unternehmer und Forschende – sind diesem Aufruf gefolgt und schicken ihre kreativen, zukunftsweisenden Produkte, Technologien und Dienstleistungen ins Rennen um den mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt. 

Alle eingereichten Projekte müssen marktreife Innovationen sein, die einen einzigartigen Kundennutzen bieten oder bestehende Produkte nachweislich verbessern. Sowohl Neulinge als auch namhafte Innovatoren haben ihren Hut um den begehrten Preis in den Ring geworfen.

Die Bewerbungen kommen aus Halle, Magdeburg, Klötze, Merseburg, Sangerhausen,  Köthen, Dessau-Roßlau, Aschersleben, Gräfenhainichen, Bitterfeld-Wolfen, Coswig,  Barleben, Wernigerode Laucha / Unstrut, Arnstein / OT Bräunrode, Gommern, Güsten, Havelberg,  Weißenfels, Colbitz, Teutschenthal, Niedere Börde OT Gersdorf und Brehna. Bewerbungen gibt es aus folgenden Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen: Automotive, Life Science, Chemie und Kunststoffe, IT, Energie, Umwelt, Biotechnologie, Ernährung und Medizin.

Die Jury unter Vorsitz von Frau Prof. Dr.-Ing. Sylvia Rohr wird am 14.November 2018 in Halle (Saale) tagen und die Finalisten/innen festlegen.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr:

  • Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung,

  • Innovativste Projekte der angewandten Forschung,

  • Innovativste Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle,

  • Als Sonderpreis 2018: Innovativste Projekte der Ernährungswirtschaft.

Der Hugo-Junkers-Preis 2018 ist mit insgesamt 80.000 Euro dotiert. Die drei Gewinner jeder Kategorie erhalten 20.000 Euro – 10.000 Euro gibt es für den 1. Platz, 7.000 Euro für den 2. Platz und 3.000 Euro für Platz 3. Die Preise werden am 12. Dezember 2018 in Magdeburg verliehen. Weitere Informationen  zum Preis gibt es unter www.hugo-junkers-preis.de

 Die Pressemitteilung als PDF finden Sie HIER.

Ude gibt Startschuss für Hugo-Junkers-Preis: "Gespannt auf Ideen und kluge Köpfe"

Magdeburg, 11. Juni 2018

Bewerbungen bis 1. Oktober / 80.000 Euro Preisgeld / 4 Kategorien

Auf ein Neues! Staatssekretär Dr. Jürgen Ude hat heute in Halle (Saale) den Startschuss für den Hugo-Junkers-Preis 2018 gegeben.
Beim Biotechnologie-Unternehmen NH DyeAGNOSTICS, das vor zwei Jahren zu den Preisträgern gehörte, rief er Wissenschaftler, Unternehmer und Gründer dazu auf, sich mit ihren Forschungsprojekten, Produkten und Dienstleistungen zu bewerben:„Der Hugo-Junkers-Preis ist ein Aushängeschild für den Innovationsstandort Sachsen-Anhalt. Wer hier teilnimmt oder sogar ausgezeichnet wird, zählt zu den Innovations-Leuchttürmen in unserem Land. Wir sind gespannt auf neue kreative Ideen und die klugen Köpfe dahinter. Eine Bewerbung lohnt sich!“

Bis zum 1. Oktober werden wieder Innovationen „made in Sachsen-Anhalt“gesucht. Dabei existieren einige Neuerungen: Es gibt weniger Kategorien und der Juryvorsitz wechselt. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr:

  • Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung,

  • Innovativste Projekte der angewandten Forschung,

  • Innovativste Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle,

  • Als Sonderpreis 2018: Innovativste Projekte der Ernährungswirtschaft.

Der Hugo-Junkers-Preis 2018 ist mit insgesamt 80.000 Euro dotiert. Die drei Gewinner jeder Kategorie erhalten 20.000 Euro – 10.000 Euro gibt es für den 1. Platz, 7.000 Euro für den 2. Platz und 3.000 Euro für Platz 3. Die Preise werden am 12. Dezember in Magdeburg verliehen. Weitere Informationen zur Bewerbung sowie zum Preis, der seit 1991 vergeben wird, gibt es unterwww.hugo-junkers-preis.de.

Der Ort für den Start der Wettbewerbsrunde 2018 war bewusst gewählt. Denn mit der in Kürze beginnenden Fußballweltmeisterschaft rückt – wie bei jedem sportlichen Großereignis auch – das Thema Doping wieder in den Vordergrund. NH DyeAGNOSTICS ist Doping-Sündern seit Jahren auf der Spur und erhielt den Hugo-Junkers-Preis vor zwei Jahren für eine neuartigen Technologie zum Nachweis kleinster Konzentrationen beim so genannten EPO-Doping. Von der Auszeichnung profitiert das Unternehmen noch heute:„Der Hugo-Junkers-Preis hat für uns dazu beigetragen, unseren Ideenfindungsprozess zu konzentrieren, und bietet neben Preisgeld ein umfangreiches Netzwerk, dass es uns ermöglicht, zukunftsfähige Projekteauch in größeren Teams zu entwickeln und auf den Markt zu bringen“, sagte Geschäftsführer und Gründer Dr. Jan Heise.

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie HIER.

Presseeinladung: Auftakt Hugo-Junkers-Preis 2018

Magdeburg, 7. Juni 2018

„Doping-Sündern auf der Spur“: Ude gibt Startschuss für Hugo-Junkers-Preis 2018

In einer Woche beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Russland. Wie bei fast jedem internationalen Sport-Großereignis rückt dann auch wieder das Thema Doping in den Vordergrund. Mit einer Innovation „made in Sachsen-Anhalt“ ist Dr. Jan Heise aus Halle (Saale) Doping-Sündern auf der Spur. Dafür erhielt er mit seinem Unternehmen NH DyeAGNOSTICS vor zwei Jahren den „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt“ – ein guter Ort also, um die diesjährige Wettbewerbsrunde einzuläuten.

In der kommenden Woche geben Staatssekretär Dr. Jürgen Ude und der Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG), Thomas Einsfelder, den Startschuss für den Hugo-Junkers-Preis 2018 – und werfen zugleich einen exklusiven Blick in die Welt der Dopingbekämpfung.

Sie sind herzlich eingeladen zum Pressegespräch!

WANN? Montag, den 11. Juni 2018, 14:00 Uhr

WO? NH DyeAGNOSTICS GmbH, Weinbergwerg 23, 06120 Halle

Sie möchten dabei sein? Dann senden Sie Ihre Anmeldung bitte bis zum 10. Juni 2018 per E-Mail an: info@hugo-junkers-preis.de.

Die aktuelle Presseeinladung als PDF finden Sie HIER.